Birkenzucker (Xylit), Erythrit und co – Das halte ich davon

Geschrieben von Marina Lommel
3 Minuten Lesezeit
16. Juli 2015
Xylit_Erythrit

Ganz oft werde ich gefragt: Xylit, Erythrit, Honig, tralala… Marina, was soll ich nun nehmen?

Hier ein kleiner Überblick zum Thema Xylit, Erythrit und andere Süßungsmittel.

Für Paleo-People empfehle ich eher Xylit, auch Birkenzucker genannt. Low Carb und Keto-Anhänger befürworten oft Erythrit (Sukrin ist das selbe, nur ein Markenname), weil das 0,0 Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel hat.

Der Grund ist folgender: Honig, Agavendicksaft, Apfelkraut etc. mögen vielleicht gesund und natürlich klingen, sind meiner Ansicht nach als Süßungsmittel aber nicht in Mengen geeignet. Für Menschen, die abnehmen möchten, ist es sinnvoll die Kohlenhydrate zu reduzieren. Zudem sind diese Süßungsmittel voll von Fruktose. Die Paleo-Ernährung hat sich da mittlerweile weiterentwickelt. Früher gab es die steinzeitromantische Ansicht, nur Lebensmittel “von damals” zu essen. Dieses Argument war nicht komplett haltbar, da die meisten Lebensmittel, die wir heute als Paleoaner essen, damals gar nicht zur Verfügung waren und wenn, dann nicht in derselben Region. Man sieht Paleo mittlerweile mehr als ein “Weglassen schädlicher Lebensmittel” und “Essen gesunder Lebensmittel” an. Also Weglassen von Getreide, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Zusatzstoffe… stattdessen gute tierische Proteinquellen, Gemüse, etwas Obst, Nüsse, Samen und andere gute Fettquellen.

Dann gibt es noch Lebensmittel in einer neutralen Zone, die nicht schaden, aber auch nicht so viel nutzen. Dazu gehört Xylit. Es ist eine Krücke um die kohlenhydratreichen, fruktosereichen Süßungsmittel zu umgehen. Im Idealfall isst man gar keine Nachbauten – weder mit Honig noch mit Xylit. Wenn man sich aber einmal die Woche oder seltener etwas Süßes machen möchte, rate ich auch unter Paleo immer zu Xylit, da die Stoffwechselantwort auf ein high fat low carb Gebäck sehr viel besser ausfällt.

Ich bevorzuge Xylit, wegen des in meinen Augen besseren Geschmacks und wegen des Vorteils für Zahngesundheit und Knochendichte.

In der etablierten Paleo-Community gehört Xylit auch in eine Grauzone:

Unter einer Low FODMAP Diät kann man kein Xylit verwenden.

In großen Mengen verzehrt, insbesondere in Getränken, hat Xylit eine abführende Wirkung. Mancher ist empfindlicher, mancher weniger empfindlich. Da muss man sich selbst herantasten, ich kann zum Beispiel ohne Probleme mehrere Cupcakes mit Xylit essen und eine Limo trinken. Andere merken es schon nach einem Cupcake. Erythrit zeigt diese abführende Wirkung kaum.

Und noch ein WARNHINWEIS: Für Hunde ist Xylit giftig! http://www.wissen-hund.de/lebensgefahr-birkenzucker-xylit-fur-hunde/

Ich hoffe, ich konnte hier etwas Klarheit verschaffen.

Du möchtest dich auch gesünder ernähren?

Wo gibt es Xylit zu kaufen?

Bei uns im Online Shop bieten wir sowohl Birkenzucker (Xylit) als auch Erythrit an.

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Foto: Shutterstock.com / qoppi

Der Artikel wurde geschrieben von

Marina Lommel

Marina gründete Foodpunk nach ihrem Abschluss in Ernährungswissenschaften und ist aktuell CEO des Unternehmens. Während ihres Studiums arbeitete sie in verschiedenen Bereichen, darunter in der Wissenschaftsredaktion beim Radio, Redaktion beim TV und Uni-Wissensmagazin sowie im Labor am DZNE in der Parkinsonforschung. Marina ist außerdem Autorin von 5 ernährungswissenschaftlichen Sachbüchern.

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